Cannabis Pilotprojekte in der Schweiz

Die Schweiz führt derzeit 7 autorisierte Pilotprojekte für die Regulierung von Cannabis durch. Diese wissenschaftlichen Studien ermöglichen über 10.400 Teilnehmenden den legalen Zugang zu qualitätskontrolliertem Cannabis in Apotheken, Social Clubs und spezialisierten Verkaufsstellen über 38+ Bezugsstellen in 8+ Städten und 34+ Gemeinden. Finden Sie das passende Pilotprojekt in Ihrer Region.

1

ZüriCan

4.8
2

WeedCare

4.6
3

Grashaus Projects

4.6
4

Cannabis Research Zürich

4.7
5

Cann L – Non Profit Cannabis Lausanne

4.6
6

SCRIPT Swiss Cities Research on Illicit Psychoactive Treatments

4.6
7

La Cannabinothèque – Cannabis Bibliothek Genf

4.6

Table of Contents

#1
ZüriCan : Responsible Cannabis
Zürich

ZüriCan ist das umfassendste Pilotprojekt der Stadt Zürich mit 20 verschiedenen Bezugsstellen. Das Projekt bietet Teilnehmenden die Wahl zwischen 10 Apotheken, 9 Social Clubs und dem Drogeninformationszentrum (DIZ). Diese Vielfalt ermöglicht es, die passende Bezugsform je nach persönlichen Präferenzen zu wählen – von der pharmazeutischen Beratung in Apotheken bis zum gemeinschaftlichen Konsum in Social Clubs.

Die 10 Apotheken bieten professionelle pharmazeutische Beratung, während die 9 Social Clubs als Non-Profit-Vereine organisiert sind und Vor-Ort-Konsum ermöglichen. Das DIZ (Drogeninformationszentrum) ergänzt das Angebot mit seiner Expertise in Harm Reduction und Drug-Checking seit 2020.

 

Dieses Projekt ist ideal für:

  • Personen, die Wert auf pharmazeutische Beratung legen (10 Apotheken verfügbar)
  • Konsumenten, die den Austausch in Social Clubs schätzen (9 Clubs verfügbar)
  • Teilnehmende, die verschiedene Bezugsformen ausprobieren möchten
  • Bewohner der Stadt Zürich mit einfachem Zugang zu 20 Standorten
  • Personen mit Interesse an Harm Reduction und Drug-Checking (DIZ)

Vorteile

Nachteile

#2
WeedCare : Regulierter Cannabisverkauf Basel
Basel-Stadt

WeedCare ist eines der ersten Schweizer Pilotprojekte und startete bereits im September 2022. Das Projekt der Universität Basel konzentriert sich auf den Apothekenverkauf und untersucht die gesundheitlichen Auswirkungen des regulierten Zugangs. Zehn sorgfältig ausgewählte Apotheken in Basel-Stadt bieten pharmazeutische Expertise und Beratung für die 370 Teilnehmenden.

Die 10 Apotheken sind: Apotheke zur Waage, City-Apotheke, Klybeck-Apotheke, Neubad-Apotheke & Drogerie, Rhein-Apotheke, Schifflände Apotheke AG, TopPharm Apotheke am Spalebärg, TopPharm Lehenmatt Apotheke, TopPharm Apotheke Barfüsserplatz und Wettstein Apotheke. Alle bieten vollständige Adressen und Kontaktinformationen.

Dieses Projekt ist ideal für:

  • Bewohner von Basel-Stadt
  • Personen, die Apothekenberatung bevorzugen
  • Teilnehmende mit Interesse an Gesundheitsforschung
  • Konsumenten, die etablierte Strukturen schätzen (seit 2022)
  • Personen, die pharmazeutische Expertise suchen

Vorteile

Nachteile

#3
Grashaus Projects : Europas erste Cannabis-Fachgeschäfte
Basel-Landschaft (+ Aargau bald)

Grashaus Projects betreibt Europas erste legale Cannabis-Fachgeschäfte seit Dezember 2023. Das innovative Projekt unterscheidet sich von Apotheken und Social Clubs durch spezialisierte Cannabis-Shops, die ausschliesslich auf Cannabis-Produkte fokussiert sind. Aktuell gibt es zwei Standorte in Basel-Landschaft, ein dritter in Aargau ist in Planung.

  • Grashaus Allschwil: Baslerstrasse 198, 4123 Allschwil | Öffnungszeiten: Mo-Fr 11:00-19:00, Sa 11:00-17:00, So geschlossen
  • Grashaus Liestal: Rheinstrasse 10, 4410 Liestal | Öffnungszeiten: Mo-Fr 11:00-19:00, Sa 11:00-17:00, So geschlossen
  • Grashaus Aargau: Standort in Planung 

Dieses Projekt ist ideal für:

  • Bewohner von Basel-Landschaft und Aargau
  • Personen, die spezialisierte Cannabis-Shops bevorzugen
  • Konsumenten, die eine Alternative zu Apotheken suchen
  • Teilnehmende mit Interesse an innovativen Vertriebsmodellen
  • Personen in Allschwil und Liestal

Vorteile

Nachteile

#4
Cannabis Research Zürich
Kanton Zürich (34 Gemeinden)

Das grösste Schweizer Pilotprojekt mit 7.500 Teilnehmenden deckt 34 Gemeinden im Kanton Zürich ab. Durchgeführt von der ETH Zürich und der Universität Zürich, untersucht das Projekt die sozioökonomischen Auswirkungen der Cannabis-Legalisierung. Apotheken und Fachgeschäfte in Städten wie Winterthur, Horgen, Dübendorf, Uster, Wetzikon, Schlieren, Wädenswil und Adliswil ermöglichen einen breiten Zugang im ganzen Kanton.

Das Projekt ist wissenschaftlich fundiert und wird bis Dezember 2028 laufen. Es unterscheidet sich von ZüriCan durch seinen Fokus auf den gesamten Kanton Zürich (ausserhalb der Stadt) und die grössere Teilnehmerzahl. Mindestens 14 Bezugsstellen sind aktiv, wobei nicht alle Standorte öffentlich bekannt gegeben werden.

 

Dieses Projekt ist ideal für:

  • Bewohner des Kantons Zürich ausserhalb der Stadt Zürich
  • Personen in Winterthur, Horgen, Uster, Dübendorf, Wetzikon, Schlieren
  • Teilnehmende, die zur wissenschaftlichen Forschung beitragen möchten (ETH & UZH)
  • Konsumenten, die Apotheken oder Fachgeschäfte bevorzugen
  • Personen mit Interesse an sozioökonomischer Forschung

Vorteile

Nachteile

#5
Cann L – Non Profit Cannabis Lausanne
Lausanne, Canton Vaud

Cann-L ist das grösste französischsprachige Pilotprojekt in der Schweiz mit 1.600 Teilnehmerplätzen. Das Projekt wird von der Stadt Lausanne in Zusammenarbeit mit Sucht Schweiz (Addiction Switzerland) durchgeführt und betreibt einen dedizierten Non-Profit Cannabis-Outlet in Lausanne.

Das Projekt zeichnet sich durch seinen Public Health-Ansatz aus. Der Outlet ist als gemeinnützige Organisation strukturiert und fokussiert auf Gesundheitsförderung und Schadensminderung. Stand März 2025 sind 1.396 Teilnehmende aktiv eingeschrieben. Die spezifische Adresse des Outlets ist aus Sicherheitsgründen nicht öffentlich verfügbar.

Dieses Projekt ist ideal für:

  • Bewohner von Lausanne und Canton Vaud
  • Französischsprachige Teilnehmende
  • Personen, die Non-Profit-Modelle bevorzugen
  • Teilnehmende mit Interesse an Public Health Ansätzen
  • Konsumenten, die dedizierte Cannabis-Outlets schätzen

Vorteile

Nachteile

#6
SCRIPT : Swiss Cities Research on Illicit Psychoactive Treatments
Bern, Biel/Bienne, Luzern

SCRIPT ist ein Multi-City Pilotprojekt in Bern, Biel/Bienne und Luzern mit 1.091 Teilnehmenden. Das Projekt startete im April 2024 und wurde im Oktober 2025 bis Oktober 2028 verlängert. Stand März 2025 ist das Projekt vollständig eingeschrieben (1.091 von 1.091 Plätzen belegt).

SCRIPT nutzt ausschliesslich Apotheken als Vertriebskanäle. Die spezifischen Namen und Adressen der teilnehmenden Apotheken werden aus Sicherheitsgründen NICHT öffentlich bekannt gegeben. Teilnehmende werden nach der Anmeldung einer spezifischen Apotheke in ihrer Stadt zugewiesen.

Kontakt: [email protected] | +41 31 684 58 79 | Website: www.script-studie.ch

 

Dieses Projekt ist ideal für:

  • Bewohner von Bern, Biel/Bienne oder Luzern
  • Personen, die Apothekenberatung bevorzugen
  • Teilnehmende, die Diskretion schätzen (Apotheken nicht öffentlich)
  • Konsumenten in der Zentralschweiz und Bern-Region

Vorteile

Nachteile

#7
La Cannabinothèque – Cannabis Bibliothek Genf
Vernier (Châtelaine), Canton Genf

La Cannabinothèque ist das Genfer Pilotprojekt mit einem einzigartigen “Cannabis Library” Konzept. Das Projekt startete im Dezember 2023 im Châtelaine-Viertel von Vernier, Canton Genf. Der Name “Cannabinothèque” (Cannabis-Bibliothek) spiegelt den Fokus auf Wissensver mittlung und Risikoreduktion wider.

Das Projekt zeichnet sich durch seinen edukativen Ansatz aus, der Cannabis-Zugang mit umfassender Information und Beratung kombiniert. Die spezifische Adresse des Outlets ist aus Sicherheitsgründen nicht öffentlich verfügbar. Das Projekt richtet sich an französischsprachige Teilnehmende im Canton Genf.

 

Dieses Projekt ist ideal für:

  • Bewohner von Genf und Canton Genf
  • Französischsprachige Teilnehmende
  • Personen mit Interesse an Cannabis-Bildung
  • Teilnehmende, die Wissensvermittlung schätzen
  • Konsumenten im Raum Genf/Vernier

Vorteile

Nachteile

Zusammenfassung aller 7 Pilotprojekte

Zusammenfassung aller 7 Pilotprojekte

  • 7 autorisierte Pilotprojekte in der Schweiz
  • 38+ Bezugsstellen (23+ Apotheken, 9 Social Clubs, 3 Shops, 2 Outlets, 1 DIZ)
  • 13.561+ Teilnehmerplätze (10.400+ aktiv Stand Juni 2025)
  • 8+ Städte und 34+ Gemeinden abgedeckt
  • 5 deutschsprachige und 2 französischsprachige Projekte
  • Laufzeiten bis 2027-2028
Nach Vertriebsmodell:
Apotheken: ZüriCan (10), WeedCare (10), Cannabis Research ZH (3+), SCRIPT (mehrere) = 23+ Apotheken
Social Clubs: ZüriCan (9) = 9 Clubs
Fachgeschäfte: Grashaus (2+1) = 3 Shops
Dedizierte Outlets: Cann-L (1), La Cannabinothèque (1) = 2 Outlets
Info-Zentrum: ZüriCan DIZ (1) = 1 Zentrum