
Überblick
Die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) betrifft etwa 5-7% der Kinder und 2-4% der Erwachsenen in der Schweiz. Die Symptome umfassen drei Hauptbereiche: Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität. Diese neurologische Entwicklungsstörung zeigt sich oft subtil und wird häufig übersehen, besonders bei Frauen und Erwachsenen. Frühe Erkennung und gezielter Umgang mit den Symptomen können die Lebensqualität erheblich verbessern.
Was sind ADHS-Symptome? Eine medizinische Einordnung
ADHS-Symptome entstehen durch neurobiologische Besonderheiten im Gehirn, die sich auf die Exekutivfunktionen auswirken[1]. Diese umfassen die Fähigkeit zur Aufmerksamkeitssteuerung, Impulskontrolle und Handlungsplanung. Die drei Kernsymptombereiche – Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität – können in unterschiedlichen Kombinationen und Ausprägungen auftreten.
Unaufmerksamkeit zeigt sich durch Schwierigkeiten, die Konzentration über längere Zeit aufrechtzuerhalten. Betroffene haben oft Probleme, wichtige Details zu beachten, Anweisungen zu befolgen oder Aufgaben zu Ende zu bringen. Gleichzeitig kann jedoch eine intensive Fokussierung auf interessante Tätigkeiten auftreten – ein Phänomen, das als Hyperfokussierung bezeichnet wird.
Die Hyperaktivität äussert sich durch motorische Unruhe und das Bedürfnis nach ständiger Bewegung. Bei Kindern ist dies oft offensichtlicher, während Erwachsene eher eine innere Unruhe verspüren. Diese ständige Anspannung kann erschöpfend sein und zu Müdigkeit und Reizbarkeit führen.
Impulsivität bedeutet, dass Handlungen ohne ausreichende Überlegung ausgeführt werden. Dies kann sich in spontanen Entscheidungen, Unterbrechungen während Gesprächen oder riskanten Verhaltensweisen zeigen. Die Impulskontrolle ist ein zentraler Aspekt der Exekutivfunktionen und bei ADHS oft beeinträchtigt.

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Die versteckten ADHS-Symptome im Erwachsenenalter
Viele Erwachsene leben jahrzehntelang mit unerkannten ADHS-Symptomen. Die Anzeichen sind oft subtiler als im Kindesalter und werden häufig als Charaktereigenschaften oder Stress interpretiert. Erwachsene ADHS-Symptome können sich in chronischer Desorganisation, Vergesslichkeit und Schwierigkeiten bei der Zeitplanung zeigen.
Ein häufiges Phänomen ist die sogenannte Exekutivdysfunktion – die Unfähigkeit, selbst einfache Aufgaben zu beginnen oder abzuschliessen, obwohl der Wille dazu vorhanden ist[2]. Betroffene beschreiben oft, dass sie vor einer Aufgabe stehen und sich wie gelähmt fühlen, auch wenn sie diese eigentlich erledigen möchten. Diese Erfahrung kann zu Selbstvorwürfen und dem Gefühl des Versagens führen.
Erwachsene mit ADHS berichten häufig von Problemen beim Übergang zwischen verschiedenen Aktivitäten. Der Wechsel von der Arbeit zum Privatleben oder das Beenden einer Tätigkeit, um eine andere zu beginnen, kann übermässig schwierig sein. Dies zeigt sich auch in der Neigung, den Schlaf hinauszuzögern, obwohl Müdigkeit vorhanden ist – ein Phänomen, das als „Revenge Bedtime Procrastination” bekannt ist.
Ein weiteres charakteristisches Merkmal ist die Tendenz zum Horten bestimmter Gegenstände. Viele Erwachsene mit ADHS sammeln Dinge wie besondere Lebensmittel, Kosmetika oder Büromaterialien, weil sie auf den „perfekten Moment” für deren Verwendung warten – ein Moment, der jedoch nie eintritt. Diese Verhaltensweise kann zu Unordnung und finanziellen Belastungen führen.
ADHS-Symptome bei Frauen: Die übersehene Bevölkerungsgruppe
ADHS wird bei Frauen deutlich seltener diagnostiziert, obwohl die Prävalenz bei beiden Geschlechtern ähnlich ist. ADHS-Symptome bei Frauen zeigen sich oft anders als bei Männern und werden daher häufig übersehen oder fehlinterpretiert.
Frauen mit ADHS neigen eher zu internalisierenden Symptomen wie Tagträumen, Selbstzweifeln und dem Gefühl der Überforderung. Statt durch störendes Verhalten aufzufallen, ziehen sie sich oft zurück oder überanpassen sich, um gesellschaftlichen Erwartungen zu entsprechen. Diese Maskierung der Symptome kann zu chronischem Stress und emotionaler Erschöpfung führen.
Hormonelle Schwankungen während des Menstruationszyklus, der Schwangerschaft oder der Menopause können ADHS-Symptome bei Frauen verstärken. Östrogen hat einen Einfluss auf Dopamin und Noradrenalin im Gehirn – Neurotransmitter, die bei ADHS eine wichtige Rolle spielen. Dies erklärt, warum viele Frauen eine Verschlechterung ihrer Symptome in bestimmten Lebensphasen bemerken.
Soziale Erwartungen führen dazu, dass Frauen mit ADHS oft perfektionistische Tendenzen entwickeln. Sie versuchen, ihre Schwierigkeiten durch übermässige Anstrengung zu kompensieren, was zu Burnout und Erschöpfung führen kann. Die Diagnose ADHS kann für viele Frauen eine Erleichterung darstellen, da sie endlich eine Erklärung für ihre lebenslangen Schwierigkeiten finden.
Schritte zur Symptomerkennung bei ADHS
- Führen Sie ein Symptomtagebuch über mindestens zwei Wochen
- Dokumentieren Sie Situationen, in denen Konzentration besonders schwerfällt
- Beobachten Sie Muster bei Impulsivität und emotionalen Reaktionen
- Fragen Sie vertraute Personen nach ihrer Wahrnehmung Ihres Verhaltens
- Konsultieren Sie einen Facharzt für eine professionelle Einschätzung
Sensorische Überstimulation und Aufmerksamkeitsprobleme
Ein oft übersehener Aspekt der ADHS-Symptomatik ist die sensorische Verarbeitungsstörung[3]. Menschen mit ADHS haben häufig Schwierigkeiten, irrelevante Sinneseindrücke herauszufiltern. Alle Geräusche, vom Vogelgezwitscher bis zur Sirene, werden mit der gleichen Intensität wahrgenommen, was zu einer ständigen Überstimulation führt.
Diese sensorische Überlastung kann die Konzentrationsfähigkeit erheblich beeinträchtigen. In einem belebten Büro oder Klassenzimmer können Betroffene kaum zwischen wichtigen und unwichtigen Geräuschen unterscheiden. Das Tippen auf der Tastatur, Gespräche am Nachbartisch und Strassenlärm konkurrieren alle gleichzeitig um die Aufmerksamkeit.
Auditorische Verarbeitungsprobleme können dazu führen, dass Menschen mit ADHS Schwierigkeiten haben, sich auf eine Stimme zu konzentrieren, wenn mehrere Personen gleichzeitig sprechen. Dies erklärt, warum Meetings oder Familiengespräche oft als besonders anstrengend empfunden werden. Die ständige Anstrengung, relevante Informationen herauszufiltern, kann zu mentaler Erschöpfung führen.
Visuelle Überstimulation ist ein weiteres Problem. Unordnung, bewegte Bilder oder zu viele visuelle Reize können die Aufmerksamkeit fragmentieren. Viele Menschen mit ADHS berichten, dass sie in aufgeräumten, ruhigen Umgebungen deutlich besser funktionieren können. Das Schaffen einer reizarmen Arbeitsumgebung ist daher eine wichtige Bewältigungsstrategie.

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Die emotionale Dimension der ADHS-Symptome
ADHS betrifft nicht nur kognitive Funktionen, sondern auch die emotionale Regulation[4]. Viele Betroffene erleben intensive Emotionen und haben Schwierigkeiten, diese angemessen zu steuern. Diese emotionale Dysregulation ist ein wichtiger, aber oft übersehener Aspekt der Störung.
Rejection Sensitive Dysphoria (RSD) ist ein häufiges Symptom, bei dem Betroffene überproportional stark auf tatsächliche oder vermeintliche Ablehnung reagieren. Kritik oder Zurückweisung können intensive emotionale Schmerzen auslösen, die schwer zu bewältigen sind. Diese Überempfindlichkeit kann zu Vermeidungsverhalten und sozialer Isolation führen.
Die Emotionsregulation ist bei ADHS oft beeinträchtigt, was sich in plötzlichen Stimmungsschwankungen, Wutausbrüchen oder übermässiger Sensibilität zeigen kann. Betroffene beschreiben oft, dass ihre Emotionen wie ein Schalter funktionieren – von null auf hundert in Sekundenschnelle. Diese Intensität kann für die Person selbst und ihr Umfeld belastend sein.
Procrastination und Aufschiebeverhalten sind häufig emotionale Reaktionen auf überwältigende Aufgaben. Die Angst vor dem Versagen oder vor der Schwierigkeit einer Aufgabe kann so stark sein, dass eine Vermeidungshaltung entsteht. Paradoxerweise können Menschen mit ADHS komplexe Aufgaben manchmal einfacher bewältigen als einfache, weil diese ihre Aufmerksamkeit besser fesseln.
ℹ️Wichtige Sicherheitshinweise bei ADHS-Symptomen:
ADHS-Symptome im Kindes- und Jugendalter
Bei Kindern zeigen sich ADHS-Symptome oft deutlicher als bei Erwachsenen. Die motorische Hyperaktivität ist meist offensichtlicher – Kinder können nicht stillsitzen, zappeln ständig oder verlassen ihren Platz, wenn sie sitzen bleiben sollten. Diese Verhaltensweisen fallen in der Schule schnell auf und führen oft zu ersten Verdachtsmomenten.
Die Impulsivität bei Kindern äussert sich durch Handlungen ohne Nachdenken über die Konsequenzen. Sie platzen mit Antworten heraus, bevor die Frage zu Ende gestellt wurde, unterbrechen andere oder nehmen Dinge weg, ohne zu fragen. Diese Verhaltensweisen können zu sozialen Schwierigkeiten und Konflikten mit Gleichaltrigen führen.
Aufmerksamkeitsprobleme zeigen sich bei Kindern durch Schwierigkeiten, Anweisungen zu befolgen, Hausaufgaben zu erledigen oder bei Aktivitäten aufmerksam zu bleiben. Oft scheinen sie nicht zuzuhören, wenn direkt mit ihnen gesprochen wird. Besonders bei Routineaufgaben oder weniger interessanten Tätigkeiten ist die Aufmerksamkeitsspanne deutlich verkürzt.
Die Symptome müssen in mehreren Lebensbereichen auftreten und vor dem 12. Lebensjahr beginnen, um die Diagnosekriterien für ADHS zu erfüllen. Wichtig ist, dass nicht jedes unruhige oder unaufmerksame Kind ADHS hat – die Symptome müssen deutlich über das altersentsprechende Mass hinausgehen und zu erheblichen Beeinträchtigungen führen.
Auswirkungen von ADHS-Symptomen auf verschiedene Lebensbereiche
ADHS-Symptome beeinflussen praktisch alle Aspekte des täglichen Lebens[5]. Im beruflichen Kontext können Schwierigkeiten bei der Zeitplanung, Organisation und Prioritätensetzung zu Problemen führen. Deadlines werden verpasst, wichtige Details übersehen oder Projekte bleiben unvollendet. Dies kann zu beruflicher Instabilität und häufigen Jobwechseln führen.
In zwischenmenschlichen Beziehungen können ADHS-Symptome zu Missverständnissen und Konflikten führen. Vergesslichkeit, Unpünktlichkeit oder impulsive Äusserungen werden oft als Respektlosigkeit oder mangelndes Interesse interpretiert. Partner und Freunde verstehen möglicherweise nicht, warum bestimmte Verhaltensweisen trotz wiederholter Ermahnungen fortbestehen.
Die finanzielle Situation kann durch Impulsivität und mangelnde Planungsfähigkeit beeinträchtigt werden. Spontane Käufe, vergessene Rechnungen oder unüberlegte finanzielle Entscheidungen können zu Schulden oder finanzieller Instabilität führen. Die Schwierigkeit, langfristige Ziele zu verfolgen, erschwert auch den Vermögensaufbau.
Im häuslichen Bereich zeigen sich ADHS-Symptome durch chronische Unordnung, vergessene Termine oder unerledigte Hausarbeiten. Dies kann zu Stress in der Familie führen, besonders wenn andere Familienmitglieder die zusätzliche Belastung übernehmen müssen. Die ständige Suche nach verlegten Gegenständen kostet Zeit und Energie.
Neurologische Grundlagen der ADHS-Symptome
ADHS-Symptome entstehen durch Unterschiede in der Gehirnstruktur und -funktion, insbesondere in den Bereichen, die für Aufmerksamkeit, Impulskontrolle und Bewegung verantwortlich sind. Der präfrontale Cortex, der für Exekutivfunktionen zuständig ist, zeigt bei Menschen mit ADHS oft eine veränderte Aktivität.
Neurotransmitter wie Dopamin und Noradrenalin spielen eine wichtige Rolle bei der Entstehung von ADHS-Symptomen. Diese chemischen Botenstoffe sind für die Signalübertragung zwischen Nervenzellen verantwortlich und beeinflussen Aufmerksamkeit, Motivation und Belohnungsverhalten. Bei ADHS ist das Gleichgewicht dieser Neurotransmitter oft gestört.
Die genetische Komponente von ADHS ist gut belegt – die Störung hat eine Erblichkeit von etwa 70-80%. Wenn ein Elternteil ADHS hat, ist die Wahrscheinlichkeit, dass auch das Kind betroffen ist, deutlich erhöht. Dies erklärt, warum ADHS oft familiär gehäuft auftritt und mehrere Generationen betrifft.
Umweltfaktoren können die Ausprägung der ADHS-Symptome beeinflussen, auch wenn sie nicht die Hauptursache sind. Faktoren wie Schlafmangel, Stress, unausgewogene Ernährung oder übermässiger Medienkonsum können bestehende Symptome verstärken. Eine optimierte Lebensführung kann daher zur Symptomlinderung beitragen.
Wann professionelle Hilfe notwendig ist
Suchen Sie umgehend ärztlichen Rat, wenn folgende Situationen auftreten
- ADHS-Symptome führen zu erheblichen Problemen am Arbeitsplatz oder in der Schule
- Beziehungen leiden stark unter den Symptomen
- Selbstgefährdung durch impulsives Verhalten
- Begleitende Depression oder Angststörungen treten auf
- Alltägliche Aufgaben können nicht mehr bewältigt werden
Diagnose und professionelle Einschätzung von ADHS-Symptomen
Die Diagnose von ADHS erfordert eine umfassende Bewertung durch qualifizierte Fachpersonen[6]. Eine gründliche Symptomanalyse umfasst strukturierte Interviews, Verhaltensbeobachtungen und standardisierte Fragebögen. Die Conners-Skalen (CAARS) sind beispielsweise ein bewährtes Diagnoseinstrument für Erwachsene.
Die Diagnosestellung erfolgt nach den Kriterien des ICD-10 oder DSM-5, die spezifische Anforderungen für die Anzahl, Dauer und den Schweregrad der Symptome festlegen. Wichtig ist, dass die Symptome in mehreren Lebensbereichen auftreten und zu deutlichen Beeinträchtigungen führen. Eine einmalige Untersuchung reicht meist nicht aus – die Bewertung kann mehrere Termine umfassen.
Differentialdiagnosen sind wichtig, da andere Erkrankungen ähnliche Symptome verursachen können. Schilddrüsenerkrankungen, Schlafstörungen, Depressionen oder Angststörungen können Konzentrationsprobleme und Unruhe verursachen. Eine gründliche medizinische Abklärung hilft dabei, diese Ursachen auszuschliessen oder parallel zu behandeln.
Die Diagnose im Erwachsenenalter kann besonders herausfordernd sein, da retrospektive Bewertungen der Kindheitssymptome erforderlich sind. Schulzeugnisse, Berichte von Familienmitgliedern oder andere dokumentierte Hinweise aus der Vergangenheit können hilfreich sein. Viele Erwachsene erhalten ihre Diagnose erst, nachdem bei ihren Kindern ADHS diagnostiziert wurde.
Behandlungsansätze für ADHS-Symptome
Die Behandlung von ADHS-Symptomen erfolgt meist multimodal und umfasst verschiedene Therapieansätze[7]. Medikamentöse Behandlungen können helfen, die Kernsymptome zu reduzieren und die Teilnahme an anderen Therapieformen zu erleichtern. Stimulanzien wie Methylphenidat sind oft die erste Wahl, aber auch nicht-stimulierende Medikamente können wirksam sein.
Verhaltenstherapie und Coaching helfen dabei, praktische Bewältigungsstrategien zu entwickeln. Techniken zur Zeitplanung, Organisation und Stressmanagement können die Alltagsbewältigung erheblich verbessern. Kognitive Verhaltenstherapie kann besonders bei begleitenden emotionalen Problemen hilfreich sein.
Psychoedukation ist ein wichtiger Baustein der Behandlung. Das Verständnis für die neurobiologischen Grundlagen von ADHS kann Schuld- und Schamgefühle reduzieren und zu einer realistischeren Selbsteinschätzung führen. Auch Angehörige profitieren von Aufklärung über die Störung und ihre Auswirkungen.
Alternative und komplementäre Behandlungsansätze können ergänzend hilfreich sein. Spezialisierte Behandlungszentren bieten oft integrierte Ansätze, die verschiedene Therapieformen kombinieren. Wichtig ist, dass alle Behandlungen individuell angepasst und regelmässig überprüft werden.
Bewältigungsstrategien für den Alltag
Menschen mit ADHS-Symptomen können durch gezielte Strategien ihren Alltag besser strukturieren. Externe Strukturhilfen wie Kalender, Erinnerungen und To-Do-Listen kompensieren Schwächen im Arbeitsgedächtnis. Digitale Tools können besonders hilfreich sein, da sie Benachrichtigungen senden und automatisch organisieren.
Die Umgebungsgestaltung spielt eine wichtige Rolle bei der Symptombewältigung. Ein aufgeräumter, reizarmer Arbeitsplatz reduziert Ablenkungen und fördert die Konzentration. Lärm-reduzierende Kopfhörer oder ein separater, ruhiger Arbeitsbereich können die Produktivität erheblich steigern.
Routinen und feste Abläufe helfen dabei, den Tag zu strukturieren und wichtige Aufgaben nicht zu vergessen. Besonders Morgen- und Abendroutinen können Halt geben und den Übergang zwischen verschiedenen Aktivitäten erleichtern. Flexibilität sollte dennoch erhalten bleiben, um Frustration zu vermeiden.
Selbstfürsorge ist bei ADHS besonders wichtig, da die ständige Anstrengung, die Symptome zu bewältigen, erschöpfend sein kann. Ausreichend Schlaf, regelmässige Bewegung und Stressmanagement-Techniken können die Symptomausprägung positiv beeinflussen. Auch soziale Unterstützung durch Familie, Freunde oder Selbsthilfegruppen ist wertvoll.
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ADHS-Selbsteinschätzung
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Fazit: ADHS-Symptome verstehen und bewältigen
ADHS-Symptome sind vielfältig und komplex, aber mit dem richtigen Verständnis und angemessener Unterstützung gut zu bewältigen. Die frühe Erkennung und professionelle Behandlung können die Lebensqualität erheblich verbessern. Wichtig ist, dass ADHS nicht als Defizit, sondern als neurologische Besonderheit verstanden wird, die auch Stärken mit sich bringen kann.
Moderne Behandlungsansätze bieten vielfältige Möglichkeiten, von bewährten medikamentösen Therapien bis hin zu innovativen Ansätzen wie der medizinischen Cannabis-Therapie. Der Schlüssel liegt in der individuellen Anpassung der Behandlung und der kontinuierlichen Begleitung durch erfahrene Fachpersonen.

