Veröffentlicht: 14. November 2025|Aktualisiert: 14. November 2025|Medizinisch geprüft von Dr. med. Natalia Eckstein-Halla
Von Dr. med. Jens Westphal

Von Dr. med. Jens Westphal

Praktischer Arzt (FMH), Schweiz

Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Untersuchung oder Beratung. Er dient ausschliesslich der allgemeinen medizinischen Information und wurde nach aktuellem wissenschaftlichem Kenntnisstand erstellt.

Inhaltsverzeichnis

Überblick

Die Schuppenflechte-Behandlung umfasst heute eine breite Palette wirksamer Therapieoptionen, von topischen Anwendungen über moderne Biologika bis hin zu natürlichen Ergänzungsansätzen. In der Schweiz haben Betroffene Zugang zu evidenzbasierten Therapien, die individuell auf den Schweregrad und die persönlichen Bedürfnisse abgestimmt werden. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten und hilft dabei, die für die jeweilige Situation passende Therapie zu finden.

Psoriasis, auch Schuppenflechte genannt, betrifft in der Schweiz etwa 2-3% der Bevölkerung und stellt für viele Betroffene eine erhebliche Belastung dar. Die chronische Hauterkrankung äussert sich durch charakteristische, schuppende und oft juckende Hautstellen, die sowohl physisch als auch psychisch belastend sein können. Die gute Nachricht: Moderne Behandlungsansätze ermöglichen es heute, die Symptome effektiv zu kontrollieren und die Lebensqualität deutlich zu verbessern.

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Grundlagen der Schuppenflechte-Behandlung

Die Psoriasis ist eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem fälschlicherweise die eigenen Hautzellen angreift. Dies führt zu einer beschleunigten Zellteilung und den typischen schuppigen Hautveränderungen. Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung und kann in drei Hauptkategorien unterteilt werden: topische Therapien, systemische Behandlungen und ergänzende Massnahmen.

Ein wichtiger Aspekt ist, dass Psoriasis als systemische Erkrankung nicht nur die Haut betrifft. Die Entzündungsprozesse können auch andere Organsysteme beeinflussen, insbesondere die Gelenke und das Herz-Kreislauf-System. Daher ist eine ganzheitliche Betrachtung und regelmässige ärztliche Kontrolle entscheidend für den Behandlungserfolg.

Topische Behandlungsoptionen

Kortisonfreie topische Therapien

Wirksamkeit

  • Calcipotriol (Vitamin-D3-Analogon) reduziert Entzündungen und normalisiert die Zellteilung
  • Tacrolimus und Pimecrolimus hemmen spezifische Immunreaktionen
  • Tazaroten reguliert als Retinoid die Hautzellreifung

Diese Wirkstoffe bieten den Vorteil, dass sie auch langfristig angewendet werden können, ohne die typischen Nebenwirkungen von Kortison zu verursachen. Sie sind besonders für empfindliche Hautbereiche wie Gesicht und Hautfalten geeignet.

Anwendung und Verträglichkeit

  • Tägliche Anwendung meist ein- bis zweimal täglich
  • Geringeres Risiko für Hautatrophie im Vergleich zu Kortison
  • Mögliche anfängliche Hautreizungen, die sich oft nach einigen Wochen bessern

Die Verträglichkeit dieser Präparate ist generell gut, erfordert aber Geduld, da die Wirkung oft erst nach mehreren Wochen vollständig einsetzt. Eine konsequente Anwendung ist für den Therapieerfolg entscheidend.

Kombinationspräparate

Wirksamkeit

  • Enstilar (Calcipotriol + Betamethason) kombiniert entzündungshemmende und zellteilungsregulierende Effekte
  • Schnellere Symptomlinderung durch die Kortison-Komponente
  • Längerfristige Stabilisation durch das Vitamin-D3-Analogon

Kombinationspräparate wie Enstilar haben sich in der Praxis als besonders effektiv erwiesen. Patienten berichten häufig von deutlichen Verbesserungen bereits nach wenigen Wochen der Anwendung, wobei manche sogar tageweise ohne Behandlung auskommen können.

Praktische Anwendung

  • Spray-Formulierung ermöglicht einfache Anwendung auch auf behaarten Kopfhaut
  • Einmal tägliche Anwendung meist ausreichend
  • Begrenzte Anwendungsdauer wegen Kortison-Anteil empfohlen

Die Spray-Form erleichtert die Anwendung erheblich, besonders bei schwer zugänglichen Stellen. Wichtig ist jedoch, die Anwendungshäufigkeit mit dem behandelnden Arzt abzustimmen, um eine optimale Balance zwischen Wirksamkeit und Nebenwirkungsrisiko zu erreichen.

Systemische Therapien

Biologika

Wirkmechanismus und Effektivität

  • TNF-Alpha-Blocker (Adalimumab, Etanercept) hemmen spezifische Entzündungsmediatoren
  • IL-17-Antagonisten (Secukinumab, Ixekizumab) blockieren Interleukin-17-vermittelte Entzündung
  • IL-23-Inhibitoren (Guselkumab, Risankizumab) greifen weiter upstream in die Entzündungskaskade ein

Biologika stellen einen Meilenstein in der Psoriasis-Therapie dar. Sie ermöglichen es vielen Patienten, eine nahezu erscheinungsfreie Haut zu erreichen und dauerhaft zu erhalten. Die verschiedenen Wirkmechanismen erlauben eine individuelle Therapieanpassung je nach Patientenprofil.[1]

Anwendung und Monitoring

  • Subkutane Injektion alle 2-12 Wochen je nach Präparat
  • Regelmässige Laborkontrollen zur Überwachung des Immunstatus
  • Screening auf latente Infektionen vor Therapiebeginn

Die Behandlung mit Biologika erfordert eine sorgfältige Überwachung, da diese Medikamente das Immunsystem modulieren. Moderne Präparate wie Tremfya (Guselkumab) werden alle 8-12 Wochen verabreicht und ermöglichen es vielen Patienten, nahezu beschwerdefrei zu leben.

Indikation und Zugang

  • Mittelschwere bis schwere Psoriasis mit >10% Körperoberfläche betroffen
  • Versagen oder Unverträglichkeit konventioneller Therapien
  • Erhebliche Beeinträchtigung der Lebensqualität

In der Schweiz ist der Zugang zu Biologika über die Grundversicherung möglich, erfordert aber meist eine Kostengutsprache. Die Wartezeiten für Hautarzttermine können lang sein, weshalb alternative Zugangswege wie Hautkliniken oder telemedizinische Beratung hilfreich sein können.

Konventionelle systemische Therapien

Methotrexat

  • Wöchentliche orale oder subkutane Gabe
  • Gute Wirksamkeit bei moderaten Kosten
  • Regelmässige Leberwert- und Blutbildkontrollen erforderlich

Methotrexat bleibt ein wichtiger Baustein in der Psoriasis-Therapie, besonders bei Patienten mit Psoriasis-Arthritis. Die Substanz wirkt immunsuppressiv und entzündungshemmend, erfordert aber eine sorgfältige Überwachung der Organfunktionen.

Ciclosporin

  • Schneller Wirkungseintritt innerhalb weniger Wochen
  • Limitierte Anwendungsdauer wegen Nebenwirkungspotenzial
  • Blutdruck- und Nierenfunktionskontrollen notwendig

Ciclosporin eignet sich besonders für die Behandlung akuter Schübe oder als Überbrückungstherapie bis zum Wirkungseintritt anderer Medikamente. Die immunsuppressive Wirkung setzt schnell ein, limitiert jedoch die Langzeitanwendung.

Phototherapie und physikalische Verfahren

UV-Lichttherapie

Wirkprinzip und Effektivität

  • UVB-Therapie (311 nm) reduziert Entzündung und Zellteilung
  • PUVA-Therapie kombiniert UVA-Strahlung mit photosensibilisierenden Substanzen
  • Natürliche Sonnenexposition kann ergänzend wirksam sein

Die Phototherapie nutzt spezifische Wellenlängen des UV-Lichts, um die überaktive Immunreaktion in der Haut zu dämpfen. Viele Patienten erleben während Urlaubsaufenthalten mit intensiver Sonnenexposition eine deutliche Besserung ihrer Symptome.

Durchführung und Zeitrahmen

  • 2-3 Sitzungen pro Woche über 8-12 Wochen
  • Schrittweise Dosissteigerung je nach Hautreaktion
  • Regelmässige hautärztliche Kontrollen empfohlen

Die systematische UV-Therapie in dermatologischen Praxen oder Kliniken ermöglicht eine kontrollierte Exposition und minimiert das Risiko von Hautschäden. Die Behandlung erfordert Zeit und regelmässige Termine, kann aber sehr effektiv sein.

Balneo-Phototherapie

Salzwasser-Behandlungen

  • Totes-Meer-Salz-Bäder kombiniert mit UV-Exposition
  • Reduktion von Schuppung und Entzündung
  • Natürliche Alternative oder Ergänzung zu medikamentösen Therapien

Die Kombination aus salzhaltigem Wasser und natürlicher Sonnenexposition, wie sie etwa am Toten Meer gefunden wird, zeigt bei vielen Psoriasis-Patienten beeindruckende Erfolge.[2] Auch künstlich nachgestellte Behandlungen in Therapiezentren können wirksam sein.

Ergänzende und natürliche Ansätze

Ernährungsmedizinische Interventionen

Entzündungshemmende Ernährung

  • Omega-3-reiche Kost kann Entzündungsmarker reduzieren
  • Mediterrane Ernährung zeigt positive Effekte auf Psoriasis-Schweregrad
  • Gewichtsreduktion bei Übergewicht verbessert Therapieansprechbarkeit

Eine ausgewogene, entzündungshemmende Ernährung kann die medikamentöse Behandlung sinnvoll unterstützen. Besonders der Verzicht auf stark verarbeitete Lebensmittel und der Fokus auf frische, nährstoffreiche Nahrungsmittel zeigen positive Effekte.

Elimination und Histamin-Modulation

  • Histaminarme Diät kann bei einigen Patienten Symptome lindern
  • Individuelle Unverträglichkeiten durch Eliminationsdiäten identifizieren
  • Verzicht auf potenzielle Trigger wie Alkohol, rotes Fleisch oder Weizen

Während nicht alle Patienten von Ernährungsumstellungen profitieren, berichten einige von deutlichen Verbesserungen durch histaminarme Kost oder den Verzicht auf spezifische Nahrungsmittel.[3] Ein Ernährungstagebuch kann helfen, individuelle Trigger zu identifizieren.

Mikronährstoffe und Supplemente

Vitamin D

  • Optimale Vitamin-D-Spiegel (50-75 ng/ml) können Symptome bessern
  • Sowohl topische als auch orale Anwendung möglich
  • Regelmässige Spiegelkontrollen bei hochdosierter Supplementierung

Vitamin D spielt eine wichtige Rolle in der Hautgesundheit und Immunregulation.[4] Während die Studienlage noch nicht eindeutig ist, berichten viele Patienten von Verbesserungen bei optimalen Vitamin-D-Spiegeln. Eine ärztliche Überwachung bei höheren Dosen ist empfehlenswert.

Omega-3-Fettsäuren

  • EPA und DHA können Entzündungsmarker reduzieren
  • Dosierungen von 2-3g täglich zeigen in Studien Wirksamkeit
  • Qualitativ hochwertige Präparate bevorzugen

Omega-3-Fettsäuren aus Fischöl oder Algenöl können die entzündlichen Prozesse bei Psoriasis positiv beeinflussen. Die Supplementierung sollte über mehrere Monate erfolgen, um spürbare Effekte zu erzielen.

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Stressmanagement und Lebensstil

Psychologische Faktoren

Stress ist ein bekannter Trigger für Psoriasis-Schübe und kann den Verlauf der Erkrankung erheblich beeinflussen.[5] Die Entwicklung effektiver Stressbewältigungsstrategien ist daher ein wichtiger Baustein der ganzheitlichen Behandlung. Entspannungstechniken wie Meditation, Progressive Muskelentspannung oder Yoga können helfen, das Stressniveau zu reduzieren und damit indirekt die Hautgesundheit zu verbessern.

Die psychische Belastung durch die sichtbaren Hautveränderungen kann einen Teufelskreis verstärken: Stress verschlechtert die Psoriasis, und die verschlechterte Psoriasis führt zu mehr psychischem Stress. Professionelle psychologische Unterstützung oder Selbsthilfegruppen können in diesem Kontext sehr wertvoll sein.

Schlafhygiene und Erholung

Ausreichender und qualitativ hochwertiger Schlaf ist essentiell für die Regeneration der Haut und die Regulation des Immunsystems. Schlafmangel kann Entzündungsprozesse verstärken und damit Psoriasis-Symptome verschlechtern. Eine konsequente Schlafhygiene mit regelmässigen Schlafenszeiten, einer ruhigen Schlafumgebung und dem Verzicht auf stimulierende Substanzen vor dem Schlafengehen unterstützt die Heilungsprozesse.

Hautpflege als Basistherapie

Rückfettende Pflege

Eine konsequente, rückfettende Hautpflege bildet das Fundament jeder Psoriasis-Behandlung. Trockene Haut verstärkt Juckreiz und kann neue Läsionen triggern. Daher sollten Betroffene täglich feuchtigkeitsspendende Cremes oder Salben verwenden, idealerweise unmittelbar nach dem Duschen oder Baden, um die Feuchtigkeit in der Haut einzuschliessen.

Besonders wirksam sind Präparate mit Harnstoff (Urea), Glycerin oder Ceramiden. Diese Inhaltsstoffe können die gestörte Hautbarriere stabilisieren und die Feuchtigkeit länger in der Haut halten. Bei akuten Schüben können auch kühlende Gele mit Aloe Vera oder Menthol Linderung verschaffen.

Spezielle Körperpflege

Die tägliche Körperpflege sollte schonend erfolgen, um mechanische Reizungen zu vermeiden. Lauwarmes Wasser ist besser als heisses, und milde, parfümfreie Waschlotionen sind aggressiven Seifen vorzuziehen. Nach dem Waschen sollte die Haut vorsichtig trocken getupft, nicht gerubbelt werden.

Für die Kopfhautpflege eignen sich spezielle Shampoos mit Salicylsäure, Harnstoff oder Teer. Diese können helfen, Schuppen zu lösen und die Kopfhaut zu beruhigen. Die Anwendung sollte sanft erfolgen, um zusätzliche Irritationen zu vermeiden.

Vermeidung von Triggerfaktoren

Mechanische Reizungen

Das sogenannte Köbner-Phänomen beschreibt das Auftreten neuer Psoriasis-Läsionen an Stellen mechanischer Hautreizung. Daher sollten Betroffene enge, scheuernde Kleidung vermeiden und bei Verletzungen besonders vorsichtig sein. Auch übermässiges Kratzen kann neue Herde auslösen, weshalb die konsequente Anwendung juckreizstillender Massnahmen wichtig ist.

Medikamentöse Trigger

Bestimmte Medikamente können Psoriasis-Schübe auslösen oder verstärken. Dazu gehören insbesondere Lithium, Beta-Blocker, ACE-Hemmer und Malaria-Medikamente. Betroffene sollten ihre Ärzte über ihre Psoriasis informieren, damit bei der Medikamentenwahl entsprechende Rücksicht genommen werden kann.

Systemische Auswirkungen und Begleiterkrankungen

Psoriasis-Arthritis

Etwa 30% der Psoriasis-Patienten entwickeln im Verlauf eine Psoriasis-Arthritis, eine entzündliche Gelenkerkrankung. Frühe Anzeichen sind morgendliche Gelenksteifigkeit, Schwellungen oder Schmerzen in den Fingern, Zehen oder im Rücken. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung durch einen Rheumatologen kann bleibende Gelenkschäden verhindern.

Die Behandlung der Psoriasis-Arthritis erfolgt oft mit den gleichen systemischen Medikamenten wie die Hautpsoriasis, insbesondere Biologika zeigen hier sehr gute Erfolge. Dies unterstreicht den Vorteil einer systemischen Therapie, die beide Manifestationen der Erkrankung gleichzeitig behandelt.

Kardiovaskuläre Risiken

Psoriasis ist mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden.[6] Die chronische Entzündung kann Arteriosklerose fördern und das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall erhöhen. Daher sollten Psoriasis-Patienten regelmässig ihre Herz-Kreislauf-Parameter kontrollieren lassen und Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht und Bluthochdruck konsequent behandeln.

Rechtliche Situation und Kostenübernahme in der Schweiz

Kassenpflicht und Kostengutsprachen

Die meisten etablierten Psoriasis-Therapien sind in der Schweiz über die obligatorische Krankenpflegeversicherung abgedeckt. Bei teuren Biologika ist jedoch oft eine vorgängige Kostengutsprache erforderlich. Diese wird in der Regel bewilligt, wenn konventionelle Therapien versagt haben oder kontraindiziert sind und bestimmte Schweregrad-Kriterien erfüllt sind.

Für die Beantragung einer Kostengutsprache ist eine detaillierte Dokumentation des Krankheitsverlaufs und der bisherigen Therapieversuche erforderlich. Hier kann eine spezialisierte dermatologische Betreuung sehr wertvoll sein, um alle notwendigen Unterlagen korrekt zusammenzustellen.

Zugang zu spezialisierten Behandlungen

Die Wartezeiten für Termine bei Hautärzten können in der Schweiz erheblich sein. Patienten mit akuten Verschlechterungen sollten aktiv nach alternativen Zugangswegen suchen: Viele Hautkliniken bieten offene Sprechstunden an, und telemedizinische Angebote können eine erste Beratung ermöglichen. Online-Plattformen für Arzttermine können dabei helfen, verfügbare Termine zu finden.

Praktische Tipps für den Alltag

Medikamenten-Management

Bei komplexen Therapieschemata ist eine systematische Organisation hilfreich. Ein Medikamenten-Kalender oder entsprechende Smartphone-Apps können dabei unterstützen, keine Dosen zu vergessen. Besonders bei systemischen Therapien ist die regelmässige Einnahme entscheidend für den Erfolg.

Für topische Behandlungen sollte ausreichend Vorrat zu Hause vorhanden sein, um Therapieunterbrechungen zu vermeiden. Viele Präparate können bei Zimmertemperatur gelagert werden, einige Biologika erfordern jedoch eine Kühlschrankaufbewahrung.

Reisen mit Psoriasis-Medikamenten

Bei Reisen ins Ausland sollten ausreichende Medikamentenvorräte mitgenommen werden. Für Biologika und andere injizierbare Medikamente kann ein ärztliches Attest für die Zollbehörden hilfreich sein. Bei längeren Aufenthalten im Ausland sollte vorgängig geklärt werden, ob eine Weiterbehandlung vor Ort möglich ist.

Natürliche Unterstützung der Hautgesundheit

Ergänzend zur medizinischen Behandlung können verschiedene natürliche Ansätze zur Förderung der Hautgesundheit hilfreich sein. Aloe Vera Gel kann beruhigend und feuchtigkeitsspendend wirken, während Kamillentee-Umschläge entzündungshemmende Eigenschaften haben. Bei ekzemartigen Hautveränderungen, die manchmal parallel zur Psoriasis auftreten, können zusätzliche Hausmittel Linderung bringen.

Wichtig ist jedoch, dass diese natürlichen Ansätze die medizinische Behandlung ergänzen, nicht ersetzen sollten. Bei schweren Formen der Psoriasis ist eine fachärztliche Betreuung unerlässlich. Auch bei scheinbar harmlosen Hausmitteln sollten mögliche Allergien und Unverträglichkeiten beachtet werden.

Wie wir Ihnen helfen können

Cannaviva unterstützt Sie bei der ganzheitlichen Betrachtung Ihrer Hautgesundheit. Neben den bewährten dermatologischen Therapien können auch alternative Behandlungsansätze bei entzündlichen Hauterkrankungen eine wertvolle Ergänzung darstellen. Unser Expertenteam berät Sie gerne über individuelle Therapieoptionen und hilft dabei, die für Sie passende Behandlungsstrategie zu entwickeln.

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Fazit

Die moderne Psoriasis-Behandlung bietet heute vielfältige und effektive Therapieoptionen, die individuell an die Bedürfnisse und den Schweregrad der Erkrankung angepasst werden können. Von bewährten topischen Therapien über revolutionäre Biologika bis hin zu ergänzenden natürlichen Ansätzen steht ein breites Spektrum zur Verfügung. Entscheidend für den Erfolg ist eine konsequente, fachärztlich begleitete Behandlung, die sowohl die körperlichen als auch die psychosozialen Aspekte der Erkrankung berücksichtigt. Mit der richtigen Therapiekombination können heute die meisten Patienten eine deutliche Verbesserung ihrer Lebensqualität erreichen.

FAQ

Dr. med. Natalia Eckstein-Halla

Dr. med. Natalia Eckstein-Halla

Fachärztin für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (FMH), Schweiz

Dr. med. Natalia Eckstein-Halla ist als Fachärztin für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (FMH) Teil des medizinischen Expertenteams von Canna Viva, der führenden Schweizer Plattform für medizinisches Cannabis. In ihrer Rolle erstellt sie medizinisch geprüfte Inhalte für die Website und begleitet Patientinnen und Patienten digital bei der Therapie mit Medizinalcannabis.

Medizinisch überprüft

Dr. med. Natalia Eckstein-Halla

Dr. med. Natalia Eckstein-Halla

Fachärztin für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (FMH), Schweiz

Geprüft: November 14, 2025

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