
Überblick
Übelkeit betrifft Millionen von Menschen weltweit und kann verschiedene Ursachen haben – von Chemotherapie-Nebenwirkungen bis hin zu chronischen Verdauungsstörungen. Cannabis bei Übelkeit zeigt in der modernen Medizin vielversprechende Ergebnisse, insbesondere durch die Wirkstoffe THC und CBD.[1] In der Schweiz ist medizinisches Cannabis für Patient:innen mit entsprechender ärztlicher Verordnung zugänglich. Dieser Artikel beleuchtet die wissenschaftlichen Grundlagen, Anwendungsmöglichkeiten und praktischen Aspekte der Cannabinoidtherapie bei Übelkeit.
Was ist Übelkeit und wie entsteht sie?
Übelkeit ist ein komplexes Symptom, das durch verschiedene Mechanismen im Körper ausgelöst werden kann. Das Brechzentrum im Gehirn, die sogenannte Area postrema, spielt dabei eine zentrale Rolle. Dieses Zentrum erhält Signale von verschiedenen Körperbereichen und kann durch Toxine, Medikamente, Bewegung oder emotionalen Stress aktiviert werden. Chronische Übelkeit kann die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen und zu Gewichtsverlust, Dehydration und sozialer Isolation führen.
Traditionelle Behandlungsansätze umfassen Antiemetika wie Ondansetron (Zofran), Metoclopramid oder Domperidon. Diese Medikamente greifen an verschiedenen Rezeptoren an, können jedoch Nebenwirkungen wie Sedierung, Bewegungsstörungen oder Herzrhythmusstörungen verursachen. Hier kommt Cannabis als ergänzende oder alternative Therapieoption ins Spiel, da es über das körpereigene Endocannabinoid-System wirkt.
Wann sollte ärztlicher Rat eingeholt werden?
Wenn Übelkeit länger als einige Tage anhält, stark den Alltag einschränkt oder mit Erbrechen, Gewichtsverlust oder anderen Alarmsymptomen einhergeht, sollte umgehend ärztlicher Rat eingeholt werden.
Medizinisches Cannabis bei Übelkeit
Leiden Sie unter chronischer oder therapieresistenter Übelkeit? Lassen Sie Ihren Fall ärztlich prüfen – Cannabis könnte eine ergänzende Option sein.

Das Endocannabinoid-System und Übelkeitskontrolle
Das Endocannabinoid-System (ECS) besteht aus Cannabinoid-Rezeptoren, körpereigenen Cannabinoiden (Endocannabinoiden) und den entsprechenden Enzymen. Besonders relevant für die Übelkeitskontrolle sind die CB1-Rezeptoren, die sich in hoher Konzentration im Brechzentrum des Gehirns befinden. Diese Rezeptoren regulieren die Kommunikation zwischen Nervenzellen und können die Entstehung von Übelkeit und Erbrechen beeinflussen.
Studien zeigen, dass das ECS eine schützende Funktion gegen übermässige Übelkeit ausübt. Wenn dieses System gestört ist oder überlastet wird – beispielsweise durch Chemotherapie oder chronische Erkrankungen – kann die natürliche Regulation der Übelkeit beeinträchtigt werden. Cannabis-Wirkstoffe können hier therapeutisch eingreifen und das Gleichgewicht wiederherstellen.
Interessant ist auch die Verteilung der Cannabinoid-Rezeptoren im Verdauungstrakt. CB1- und CB2-Rezeptoren finden sich in der Magenschleimhaut und im Darm, wo sie die Magen-Darm-Motilität und Entzündungsreaktionen beeinflussen können. Dies erklärt, warum Cannabis nicht nur zentral im Gehirn, sondern auch peripher im Verdauungssystem gegen Übelkeit wirksam sein kann.
THC vs. CBD: Unterschiedliche Wirkmechanismen bei Übelkeit
THC (Tetrahydrocannabinol) und CBD (Cannabidiol) wirken über unterschiedliche Mechanismen gegen Übelkeit.[2] THC bindet direkt an CB1-Rezeptoren im Brechzentrum und kann dadurch schnell und effektiv Übelkeit und Erbrechen unterdrücken. Die antiemetische Wirkung von THC ist gut dokumentiert, besonders bei Chemotherapie-induzierter Übelkeit. THC-Dosierungen zwischen 5 und 15 mg zeigen laut Erfahrungsberichten gute Wirksamkeit, wobei die optimale Dosis individuell variiert.
CBD wirkt indirekter, aber nicht weniger effektiv. Es moduliert verschiedene Rezeptorsysteme und kann Entzündungen reduzieren, die zu Übelkeit beitragen. CBD eignet sich besonders für Menschen, die psychoaktive Effekte vermeiden möchten. Zudem kann CBD die unerwünschten Wirkungen von THC wie Angst oder Paranoia abmildern, was die Kombination beider Wirkstoffe oft vorteilhaft macht.
Die Wirkstoffkombination aus THC und CBD zeigt oft synergistische Effekte.[3] Während THC schnell wirkt und starke antiemetische Eigenschaften besitzt, kann CBD die Verträglichkeit verbessern und zusätzliche entzündungshemmende Vorteile bieten. Viele Patient:innen berichten über bessere Ergebnisse bei ausgewogenen THC:CBD-Verhältnissen wie 1:1 oder 2:1.
- THC bindet direkt an CB1-Rezeptoren und zeigt schnelle antiemetische Wirkung. Die psychoaktiven Eigenschaften können jedoch für manche Patient:innen problematisch sein, weshalb eine sorgfältige Dosierung erforderlich ist. Bei Krebspatient:innen unter Chemotherapie zeigt THC besonders gute Ergebnisse, da es nicht nur Übelkeit lindert, sondern auch den oft verminderten Appetit stimuliert.
- CBD wirkt über multiple Rezeptorsysteme und bietet antiemetische Effekte ohne Rauschzustände. Es kann Entzündungen im Verdauungstrakt reduzieren und das allgemeine Wohlbefinden verbessern. CBD eignet sich gut für Patient:innen mit chronischen Verdauungsproblemen oder solche, die während der Arbeit oder beim Autofahren auf klare Wahrnehmung angewiesen sind.
- Die Kombination beider Wirkstoffe kann optimale Ergebnisse erzielen, wobei THC für die direkte antiemetische Wirkung sorgt und CBD die Nebenwirkungen mildert. Diese Synergie wird als “Entourage-Effekt” bezeichnet und erklärt, warum Vollspektrum-Cannabisprodukte oft wirksamer sind als isolierte Einzelwirkstoffe.
Spezifische Anwendungsgebiete von Cannabis bei Übelkeit
Chemotherapie-induzierte Übelkeit
Krebspatient:innen erleben oft schwere Übelkeit als Nebenwirkung ihrer Chemotherapie. Diese kann so stark sein, dass Patient:innen ihre Behandlung unterbrechen müssen. Cannabis zeigt hier besondere Stärken: THC kann nicht nur die Übelkeit lindern, sondern auch den Appetit stimulieren und dabei helfen, das oft drastisch reduzierte Körpergewicht zu stabilisieren.[4] Studien zeigen, dass Cannabisextrakte die Standard-Antiemetika ergänzen oder in therapieresistenten Fällen ersetzen können.
Die Wirkung tritt meist innerhalb von 30-60 Minuten nach der Einnahme ein und hält 4-6 Stunden an. Dies ermöglicht eine gezielte Anwendung vor und nach Chemotherapie-Sitzungen. Viele Onkolog:innen berichten von Patient:innen, die erst durch Cannabis ihre Behandlung vollständig durchführen konnten. Medizinisches Cannabis wird daher zunehmend als wichtige Ergänzung in der supportiven Onkologie betrachtet.
Schwangerschaftsübelkeit
Die Anwendung von Cannabis während der Schwangerschaft ist kontrovers diskutiert. Während einige Frauen von Linderung ihrer Schwangerschaftsübelkeit durch CBD berichten, warnen medizinische Fachgesellschaften vor möglichen Risiken für die Entwicklung des Kindes. Aktuelle Forschung ist noch unzureichend, um definitive Aussagen über die Sicherheit zu treffen. Schwangere sollten ausschliesslich nach Rücksprache mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt und nur bei schweren, therapieresistenten Formen der Hyperemesis gravidarum eine Cannabinoidtherapie erwägen.
Migräne-assoziierte Übelkeit
Migräne geht häufig mit starker Übelkeit einher, die das Leiden der Betroffenen zusätzlich verstärkt. Cannabis kann hier doppelt wirken: Sowohl die Migräne selbst als auch die begleitende Übelkeit können gelindert werden. Die Kombination von Kopfschmerzen und Übelkeit spricht oft gut auf Cannabis an, da beide Symptome über das Endocannabinoid-System moduliert werden können.
Verdauungsstörungen und Reizdarm
Patient:innen mit Reizdarmsyndrom, Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa leiden oft unter chronischer Übelkeit. Das Endocannabinoid-System ist eng mit der Darmgesundheit verknüpft, und Cannabis kann hier entzündungshemmend und krampflösend wirken. CBD zeigt besonders gute Ergebnisse bei chronischen Darmentzündungen, während THC bei akuten Übelkeitsschüben helfen kann.

Vorgehen bei Cannabis-Therapie gegen Übelkeit
- Ärztliche Diagnose der Übelkeitsursache
- Aufklärung über Cannabinoid-Optionen (THC, CBD, Kombinationen)
- Bestimmung der geeigneten Darreichungsform (Öl, Kapseln, Inhalation)
- Beginn mit niedriger Dosis und langsame Steigerung
- Regelmässige Kontrolle und Anpassung der Therapie
Cannabis als Therapieoption bei chronischer Übelkeit
Leiden Sie unter anhaltender Übelkeit? Lassen Sie sich ärztlich beraten, ob eine Cannabinoidtherapie mit THC oder CBD Ihre Symptome lindern kann – individuell und evidenzbasiert.
Darreichungsformen und praktische Anwendung
Cannabis gegen Übelkeit kann in verschiedenen Formen angewendet werden, wobei jede ihre spezifischen Vor- und Nachteile hat.[5] Cannabisöl ist eine der beliebtesten Optionen, da es eine präzise Dosierung ermöglicht und diskret angewendet werden kann. Die Wirkung setzt nach 30-90 Minuten ein und hält 4-8 Stunden an.
Sublingual verabreichte Tinkturen wirken schneller als geschluckte Öle, da sie über die Mundschleimhaut aufgenommen werden. Dies ist besonders vorteilhaft bei akuter Übelkeit, wenn eine schnelle Wirkung erforderlich ist. Die Dosierung kann tropfenweise angepasst werden, was eine feine Titration ermöglicht.
Inhalative Anwendung durch Vaporisation bietet den schnellsten Wirkungseintritt (2-5 Minuten), hat aber eine kürzere Wirkdauer (1-3 Stunden). Dies eignet sich für akute Übelkeitsschübe, kann aber für chronische Beschwerden unpraktisch sein. Moderne Vaporizer ermöglichen eine kontrollierte Temperatur und damit eine gezielte Freisetzung bestimmter Cannabinoide.
- Orale Einnahme als Öl oder Kapsel bietet lang anhaltende Wirkung und einfache Dosierung. Die verzögerte Wirkung kann jedoch problematisch sein, wenn schnelle Linderung benötigt wird. Kapseln sind geschmacksneutral und bieten gleichmässige Dosierung, während Öle flexibler dosiert werden können.
- Sublinguale Tropfen kombinieren relativ schnellen Wirkungseintritt mit guter Dosierbarkeit. Sie sind diskret anwendbar und umgehen den First-Pass-Metabolismus der Leber, was zu einer effizienteren Aufnahme führt. Die Wirkung ist vorhersagbarer als bei oraler Einnahme.
- Vaporisation ermöglicht präzise Dosierung durch kontrollierte Inhalation. Modern Vaporizer mit Temperaturkontrolle können gezielt bestimmte Cannabinoide freisetzen. Diese Methode ist lungenfreundlicher als Rauchen, aber möglicherweise nicht für alle Patient:innen geeignet.
ℹ️Dosierungsrichtlinien für Cannabis bei Übelkeit:
Mögliche Nebenwirkungen und Vorsichtsmassnahmen
Wie jede medizinische Behandlung kann auch Cannabis Nebenwirkungen haben. Die häufigsten sind Mundtrockenheit, Schwindel, Müdigkeit und bei THC-haltigen Produkten vorübergehende kognitive Beeinträchtigung. Diese Effekte sind meist mild und dosisabhängig, können aber besonders zu Behandlungsbeginn auftreten.
Ein wichtiger Aspekt ist das Cannabis-Hyperemesis-Syndrom (CHS), das paradoxerweise bei langfristigem, intensivem Cannabiskonsum auftreten kann.[6] Betroffene entwickeln zyklische Übelkeit und Erbrechen, die durch heisse Duschen oder Bäder temporär gelindert werden können. Dieses seltene Syndrom tritt meist nach mehrjährigem täglichem Konsum auf und erfordert eine Behandlungspause.
Wichtige Wechselwirkungen können mit anderen Medikamenten auftreten, insbesondere mit solchen, die über das Cytochrom P450-System verstoffwechselt werden.[7] Dazu gehören bestimmte Antiepileptika, Blutverdünner und Herzmedikamente. Eine ärztliche Beratung ist daher vor Therapiebeginn unerlässlich.
- Häufige Nebenwirkungen umfassen Mundtrockenheit, die durch ausreichende Flüssigkeitszufuhr gemildert werden kann, sowie leichten Schwindel, der meist nach einigen Tagen Anwendung nachlässt. Müdigkeit ist besonders bei THC-haltigen Produkten zu beobachten und sollte bei der Planung täglicher Aktivitäten berücksichtigt werden.
- Kardiovaskuläre Effekte können bei Personen mit Herzerkrankungen relevant sein, da THC vorübergehend Herzfrequenz und Blutdruck beeinflussen kann. Patient:innen mit bekannten Herzproblemen sollten besonders vorsichtig dosieren und engmaschige ärztliche Kontrollen wahrnehmen.
- Psychische Nebenwirkungen wie Angst oder Paranoia treten hauptsächlich bei THC auf und sind dosisabhängig. CBD kann diese Effekte abmildern, weshalb ausgewogene THC:CBD-Verhältnisse oft besser verträglich sind. Bei bekannter Angstneigung sollte mit CBD begonnen oder ein CBD-dominantes Verhältnis gewählt werden.
- Langzeiteffekte sind noch nicht vollständig erforscht, weshalb regelmässige ärztliche Kontrollen wichtig sind. Das Cannabis-Hyperemesis-Syndrom ist selten, aber bei intensivem Langzeitkonsum möglich. Patient:innen sollten über dieses Risiko aufgeklärt werden und bei paradoxer Übelkeitsverschlechterung eine Behandlungspause erwägen.
Rechtliche Situation in der Schweiz
In der Schweiz ist medizinisches Cannabis seit 2022 legal verschreibbar. Ärzt:innen können Cannabisblüten und -extrakte auf einem Betäubungsmittelrezept verschreiben, wenn konventionelle Therapien nicht ausreichend wirken oder nicht vertragen werden. Die Kostenübernahme durch die Krankenversicherung ist jedoch nicht automatisch gegeben und muss individuell beantragt werden.
Die Kostengutsprache für Cannabis erfordert meist eine detaillierte Begründung der medizinischen Notwendigkeit. Viele Krankenkassen bewilligen die Kosten bei schwerwiegenden Erkrankungen wie Krebsleiden oder therapieresistenten chronischen Schmerzen. Bei Übelkeit ist die Kostenübernahme eher bei schweren, therapieresistenten Fällen zu erwarten.
CBD-Produkte mit einem THC-Gehalt unter 1% sind in der Schweiz frei verkäuflich und nicht verschreibungspflichtig. Diese können in Apotheken, spezialisierten Geschäften oder online erworben werden. Für Patient:innen mit leichter bis mittelschwerer Übelkeit können diese Produkte eine zugängliche erste Option darstellen.
Die Verschreibung erfolgt durch Ärzt:innen verschiedener Fachrichtungen, wobei spezialisierte Cannabis-Ärzte oft die meiste Erfahrung mit der optimalen Dosierung und Produktauswahl haben. Eine fachkundige Beratung ist besonders wichtig, um die richtige Cannabinoid-Zusammensetzung für den individuellen Fall zu finden.
Praktische Tipps für Patient:innen
Der Beginn einer Cannabis-Therapie gegen Übelkeit sollte strukturiert und dokumentiert erfolgen.[8] Ein Symptom-Tagebuch hilft dabei, die optimale Dosis und das beste Timing zu finden. Notieren Sie Zeitpunkt der Einnahme, Dosis, Wirkungseintritt, Dauer der Linderung und eventuelle Nebenwirkungen.
Beginnen Sie immer mit der niedrigsten möglichen Dosis und steigern Sie diese nur langsam. Bei THC-haltigen Produkten sollten Sie zunächst zu Hause testen, da die psychoaktive Wirkung die Fahrtauglichkeit beeinträchtigen kann. Planen Sie für die ersten Anwendungen ausreichend Zeit ein, um die individuelle Reaktion kennenzulernen.
Die Kombination mit anderen Übelkeitsbehandlungen sollte ärztlich abgesprochen werden. Ergänzende Massnahmen gegen Übelkeit wie Ingwer, Pfefferminz oder Akupressur können die Cannabis-Wirkung unterstützen. Auch die Einnahme mit leichten Mahlzeiten kann die Verträglichkeit verbessern.
- Führen Sie ein detailliertes Therapie-Tagebuch mit Angaben zu Dosis, Zeitpunkt, Wirkung und Nebenwirkungen. Dies ermöglicht es, Muster zu erkennen und die Behandlung zu optimieren. Notieren Sie auch externe Faktoren wie Stress, Ernährung oder andere Medikamente, die die Wirkung beeinflussen könnten.
- Wählen Sie den richtigen Zeitpunkt für die Einnahme basierend auf Ihrem Tagesablauf und den Charakteristika Ihrer Übelkeit. Bei morgendlicher Übelkeit kann eine abendliche Dosis mit langer Wirkdauer hilfreich sein, während bei Chemotherapie-bedingter Übelkeit eine präventive Einnahme vor der Behandlung optimal ist.
- Lagern Sie Cannabis-Produkte kühl, trocken und kindersicher. Beachten Sie die Haltbarkeitsdaten und verwenden Sie keine Produkte, die ihre Farbe oder Konsistenz verändert haben. Öle sollten vor Licht geschützt gelagert werden, um die Wirkstoffstabilität zu gewährleisten.
- Planen Sie für Reisen im Voraus und informieren Sie sich über die Rechtslage in anderen Ländern. Innerhalb der Schweiz können Sie verschriebene Cannabis-Medikamente mit entsprechender Dokumentation transportieren, aber internationale Reisen erfordern besondere Vorsichtsmassnahmen.
Wichtige Kontraindikationen und Vorsichtsmassnahmen
Cannabis ist nicht für alle Patient:innen geeignet. Sprechen Sie vor der Anwendung mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin.
- Schwangerschaft und Stillzeit - unklare Auswirkungen auf das Kind
- Schwere Herzerkrankungen - THC kann Herzfrequenz beeinflussen
- Psychische Erkrankungen wie Schizophrenie - THC kann Symptome verschlechtern
- Gleichzeitige Einnahme bestimmter Medikamente - Wechselwirkungen möglich
- Fahren oder Bedienen von Maschinen nach THC-Einnahme
Kombinationstherapien und ganzheitlicher Ansatz
Cannabis ist selten die einzige Behandlung bei chronischer Übelkeit. Die Integration in ein umfassendes Therapiekonzept kann die Wirksamkeit erhöhen und Nebenwirkungen reduzieren. Konventionelle Medikamente gegen Übelkeit können mit Cannabis kombiniert werden, wobei möglicherweise niedrigere Dosen beider Substanzen ausreichen.
Nicht-medikamentöse Ansätze wie Akupunktur, Entspannungsverfahren oder Ernährungsumstellungen können die Cannabis-Therapie sinnvoll ergänzen. Ingwer zeigt nachweislich antiemetische Eigenschaften und kann sowohl als Tee als auch in Kapselform verwendet werden. Pfefferminzöl kann bei Verdauungsbeschwerden hilfreich sein, und Akupressur-Armbänder bieten eine nebenwirkungsfreie Option für leichte Übelkeit.
Die psychische Komponente der Übelkeit sollte nicht unterschätzt werden. Angst und Stress können Übelkeit verstärken, weshalb entspannende Eigenschaften von CBD besonders wertvoll sind. Atemübungen, progressive Muskelentspannung oder Meditation können die Cannabinoid-Therapie unterstützen und das allgemeine Wohlbefinden verbessern.
Wie Cannaviva Sie unterstützt
Bei Cannaviva verstehen wir, dass Übelkeit die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen kann. Unsere erfahrenen Ärzt:innen bieten individuelle Beratungen und entwickeln gemeinsam mit Ihnen einen auf Ihre Bedürfnisse abgestimmten Behandlungsplan. Wir begleiten Sie vom ersten Beratungsgespräch über die Dosisfindung bis zur langfristigen Therapieoptimierung.
Unser interdisziplinäres Team aus Ärzt:innen, Pharmazeut:innen und Gesundheitsfachpersonen steht Ihnen mit fundiertem Wissen zur Seite. Wir berücksichtigen Ihre individuellen Umstände, mögliche Wechselwirkungen und persönlichen Präferenzen bei der Auswahl der optimalen Cannabinoid-Therapie.
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