Veröffentlicht: 28. Mai 2026|Aktualisiert: 28. Mai 2026|Medizinisch geprüft von Dr. med. Jens Westphal
Von Dr. med. Natalia Eckstein-Halla

Von Dr. med. Natalia Eckstein-Halla

Fachärztin für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (FMH), Schweiz

Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Untersuchung oder Beratung. Er dient ausschliesslich der allgemeinen medizinischen Information und wurde nach aktuellem wissenschaftlichem Kenntnisstand erstellt.

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Nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) gehören zu den weltweit am häufigsten eingesetzten Medikamenten. Sie wirken gleichzeitig schmerzlindernd (analgetisch), entzündungshemmend (antiphlogistisch) und fiebersenkend (antipyretisch).[1] Obwohl sie bei akuten Schmerzen und Entzündungen hochwirksam sind, bergen sie bei längerfristiger Anwendung relevante Risiken, insbesondere für den Magen-Darm-Trakt, das Herz-Kreislauf-System und die Nieren.

In der Schweiz sind viele NSAR (etwa niedrig dosiertes Ibuprofen oder Diclofenac-Gele) als rezeptfreie Präparate der Apothekenliste D erhältlich. Höhere Dosierungen, COX-2-Hemmer und Kombinationspräparate bleiben rezeptpflichtig. Diese leichte Verfügbarkeit macht eine sachliche Aufklärung über Wirkung, Risikoprofil und Wechselwirkungen umso wichtiger.

Auf einen Blick

  • NSAR hemmen die Enzyme COX-1 und COX-2 und reduzieren so die Bildung von Prostaglandinen.
  • Hauptrisiken sind Magen-Darm-Blutungen, Herz-Kreislauf-Ereignisse und Nierenfunktionsstörungen.
  • Naproxen hat das günstigste kardiovaskuläre Profil, Diclofenac das höchste.
  • Grundsatz: niedrigste wirksame Dosis, kürzestmögliche Dauer.
  • Topische Gele und Pflaster sind bei lokalen Beschwerden eine systemisch arme Alternative.

Wirkmechanismus der NSAR

NSAR entfalten ihre Wirkung durch die Hemmung der Cyclooxygenase-Enzyme (COX-1 und COX-2). Diese Enzyme sind für die Synthese von Prostaglandinen verantwortlich, also für Botenstoffe, die Entzündung, Schmerz und Fieber vermitteln.[1] Durch die Blockade der COX-Enzyme wird die Prostaglandinproduktion reduziert, was zu einer Linderung von Schmerz und Entzündung führt.

COX-1 versus COX-2: Selektivität entscheidet

Allerdings haben Prostaglandine auch wichtige Schutzfunktionen: COX-1-abhängige Prostaglandine schützen die Magenschleimhaut, regulieren die Nierendurchblutung und unterstützen die Thrombozytenfunktion.[1] Die Hemmung dieser «guten» Prostaglandine erklärt die typischen Nebenwirkungen der NSAR. COX-2 wird hingegen hauptsächlich bei Entzündungen induziert, weshalb selektive COX-2-Hemmer (Coxibe) entwickelt wurden, um gezielter zu wirken.[4]

Klinisch ergeben sich daraus drei Kategorien:

  • Nicht-selektive NSAR (Ibuprofen, Naproxen, Diclofenac): hemmen beide Isoformen, breite Wirkung, klassisches gastrointestinales Risiko. Sie kommen beispielsweise bei der Behandlung bei Tennisarm zum Einsatz.
  • Präferenziell COX-2-selektive Substanzen (Meloxicam, Nimesulid): geringere COX-1-Hemmung in therapeutischer Dosierung.
  • Selektive COX-2-Hemmer / Coxibe (Celecoxib, Etoricoxib): magenfreundlicher, aber mit erhöhtem kardiovaskulärem Risiko verknüpft.

Gängige NSAR im Vergleich

Die nachfolgende Übersicht fasst die in der Schweiz häufig verwendeten Wirkstoffe nach pharmakokinetischen Eckdaten und Risikoschwerpunkten zusammen.

Wirkstoff Übliche Dosierung Halbwertszeit Indikation Risikoprofil
Ibuprofen 200 bis 400 mg, 3-mal täglich (OTC bis 1200 mg/Tag) 2 bis 4 h Leichte bis mittelstarke Schmerzen, Fieber, Entzündungen. Vergleichsweise günstig bei kurzfristiger, niedrig dosierter Anwendung.
Diclofenac 25 bis 50 mg, 2- bis 3-mal täglich 1 bis 2 h Akute und chronische Entzündungsschmerzen, rheumatische Beschwerden. Erhöhtes kardiovaskuläres Risiko gegenüber anderen NSAR.[3]
Naproxen 250 bis 500 mg, 2-mal täglich 12 bis 17 h Längerfristige Entzündungsbehandlung, Migräne, Dysmenorrhoe. Günstigstes kardiovaskuläres Profil; gastrointestinales Risiko etwas höher.[6]
Celecoxib (COX-2) 100 bis 200 mg, 1- bis 2-mal täglich 8 bis 12 h Arthrose, rheumatoide Arthritis, Schmerzen bei GI-Risiko. Magenschonender, kardiovaskulär dosisabhängig erhöht.[4]
Etoricoxib (COX-2) 30 bis 90 mg, 1-mal täglich ca. 22 h Arthrose, akuter Gichtanfall, postoperative Schmerzen. Bei Hypertonie und Herzinsuffizienz besondere Vorsicht.[4]

Ibuprofen

Ibuprofen ist eines der am häufigsten verwendeten NSAR mit einem relativ günstigen Sicherheitsprofil bei kurzzeitiger Anwendung in niedrigen Dosen (bis 1200 mg pro Tag). Es hat eine kurze Halbwertszeit und muss daher mehrmals täglich eingenommen werden.[2]

Diclofenac

Diclofenac ist ein potentes NSAR mit starker entzündungshemmender Wirkung. Eine grosse dänische Kohortenstudie zeigte jedoch, dass Diclofenac im Vergleich zu anderen NSAR mit einem erhöhten kardiovaskulären Risiko verbunden ist, insbesondere bei Patienten mit vorbestehenden Herzerkrankungen.[3] In der Schweiz ist niedrig dosiertes Diclofenac rezeptfrei erhältlich, was eine informierte Anwendung umso wichtiger macht.

Naproxen

Naproxen gilt als das NSAR mit dem günstigsten kardiovaskulären Sicherheitsprofil. Seine lange Halbwertszeit ermöglicht eine zweimal tägliche Einnahme. Allerdings ist das gastrointestinale Risiko aufgrund der langen Wirkdauer etwas höher als bei Ibuprofen.[6]

COX-2-Hemmer (Coxibe)

COX-2-Hemmer wie Celecoxib und Etoricoxib wurden entwickelt, um die gastrointestinalen Nebenwirkungen zu reduzieren. Sie schonen die Magenschleimhaut besser als traditionelle NSAR, erhöhen jedoch das kardiovaskuläre Risiko. Dieser Effekt führte zum Rückzug von Rofecoxib (Vioxx) vom Markt.[4]

Topisch versus systemisch

Bei umschriebenen Beschwerden (Sportverletzungen, oberflächliche Gelenke wie Knie oder Handgelenk) sind topische NSAR oft die rationalere Wahl. Sie erreichen am Wirkort hohe Konzentrationen, gelangen aber kaum in den systemischen Kreislauf.[2]

Merkmal Topisch (Gel, Pflaster, Spray) Systemisch (Tablette, Kapsel)
Wirkort Lokal, oberflächennah. Ganzer Körper über den Blutkreislauf.
Systemische Aufnahme In der Regel unter 5 Prozent. Praktisch vollständig.
GI-Risiko Sehr gering. Relevant, dosisabhängig.
Kardio- und Nierenrisiko Sehr gering. Bedeutsam bei Risikopatienten.
Typische Indikation Prellungen, Tendinopathien (etwa der Supraspinatussehne), Arthrose oberflächlicher Gelenke. Tiefe oder generalisierte Schmerzen, Fieber, systemische Entzündung.

Gastrointestinale Risiken

Die häufigste Nebenwirkung der NSAR betrifft den Magen-Darm-Trakt. Durch die Hemmung der schützenden Prostaglandine wird die Magenschleimhaut anfälliger für Säureschäden. Dies kann von leichten Beschwerden (Dyspepsie, Übelkeit) bis zu schwerwiegenden Komplikationen (Magengeschwüre, gastrointestinale Blutungen) reichen.[5] Das Risiko steigt mit der Dosis, der Anwendungsdauer und dem Alter der Patientin oder des Patienten.

Risikofaktoren für GI- und kardiovaskuläre Komplikationen

Die folgende Übersicht hilft, das individuelle Profil vor einer NSAR-Verordnung einzuordnen.

Gastrointestinales Risiko Kardiovaskuläres / renales Risiko
Alter über 65 Jahre. Koronare Herzkrankheit, Z. n. Herzinfarkt.
Frühere Magengeschwüre oder GI-Blutung. Herzinsuffizienz (NYHA II bis IV).
Helicobacter-pylori-Infektion. Schlecht eingestellte Hypertonie.
Gleichzeitige Einnahme von Antikoagulanzien, Kortikosteroiden oder SSRI. Chronische Nierenerkrankung (eGFR unter 60).
Hohe NSAR-Dosen oder Kombination mehrerer NSAR. Dehydratation, Diuretika, ACE-Hemmer / Sartane («Triple-Whammy»).

Bei Vorliegen von Risikofaktoren wird die gleichzeitige Einnahme eines Protonenpumpenhemmers (PPI) empfohlen, um die Magenschleimhaut zu schützen.[9] Auch ein Wechsel auf einen COX-2-Hemmer kann erwogen werden, wenn das kardiovaskuläre Profil dies erlaubt.[8]

Kardiovaskuläre Risiken

Alle NSAR, mit möglicher Ausnahme von niedrig dosiertem Naproxen, können das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse (Herzinfarkt, Schlaganfall) erhöhen.[3] Dieser Effekt ist dosisabhängig und tritt bereits in den ersten Behandlungswochen auf. Besonders gefährdet sind Patienten mit vorbestehender koronarer Herzkrankheit, Herzinsuffizienz oder zerebrovaskulären Erkrankungen.

Der Mechanismus hinter dem kardiovaskulären Risiko ist komplex: COX-2-Hemmung reduziert die Produktion von Prostacyclin (einem gefässerweiternden und gerinnungshemmenden Prostaglandin), während die Thromboxan-A2-Produktion (gefässverengend und gerinnungsfördernd) bei COX-2-selektiven Substanzen unbeeinflusst bleibt.[7] Dieses Ungleichgewicht begünstigt Thrombosen. Zudem können NSAR den Blutdruck erhöhen und die Nierenfunktion beeinträchtigen, was das kardiovaskuläre Risiko weiter steigert.[6]

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

NSAR weisen eine ganze Reihe klinisch bedeutsamer Wechselwirkungen auf. Die wichtigsten Konstellationen:

  • Antikoagulanzien (Marcoumar, Apixaban, Rivaroxaban) und Thrombozytenaggregationshemmer (Clopidogrel, Aspirin): deutlich erhöhtes Blutungsrisiko.[5]
  • SSRI / SNRI: zusätzliche Hemmung der Thrombozytenaggregation, additives GI-Blutungsrisiko.
  • ACE-Hemmer, Sartane, Diuretika: Abschwächung der Blutdruckwirkung; in Kombination mit Dehydratation Risiko akutes Nierenversagen («Triple-Whammy»).
  • Lithium und Methotrexat: NSAR können die Serumspiegel erhöhen, mit entsprechenden Toxizitätsrisiken.
  • Niedrigdosiertes Aspirin (kardioprotektiv): Ibuprofen kann die antithrombotische Wirkung von Aspirin reduzieren, wenn es zeitnah vorher eingenommen wird.
  • Kortikosteroide: deutlich erhöhtes Ulkusrisiko.

Besondere Vorsicht bei älteren Patienten

Ältere Patienten sind besonders anfällig für NSAR-Nebenwirkungen. Die altersbedingte Abnahme der Nierenfunktion, die häufige Polypharmazie und die erhöhte Prävalenz kardiovaskulärer Erkrankungen machen den NSAR-Einsatz in dieser Altersgruppe besonders risikoreich.[10] Dennoch werden NSAR bei älteren Patienten häufig verschrieben, oft ohne adäquate Risikobewertung.

Empfehlungen für ältere Patienten umfassen die Verwendung der niedrigsten wirksamen Dosis für die kürzestmögliche Dauer, die bevorzugte Wahl von Naproxen oder niedrig dosiertem Ibuprofen, die gleichzeitige Gabe eines PPI bei gastrointestinalen Risikofaktoren und die regelmässige Überprüfung der Nierenfunktion und des Blutdrucks.[10] Topische NSAR (Gele, Pflaster) bieten bei lokalen Schmerzen eine Alternative mit geringerem systemischem Risiko.[2]

Sichere Anwendung von NSAR

Für eine sichere Anwendung gelten folgende Grundsätze: Die niedrigste wirksame Dosis für die kürzestmögliche Dauer verwenden. Vor der Einnahme individuelle Risikofaktoren (Magen, Herz, Nieren) abklären. Bei gastrointestinalen Risikofaktoren einen PPI kombinieren oder auf COX-2-Hemmer ausweichen. Bei kardiovaskulärem Risiko Naproxen bevorzugen und Diclofenac meiden.[8] Die gleichzeitige Einnahme mehrerer NSAR oder die Kombination mit Aspirin (ausser zur Kardioprotektion) vermeiden.

Für chronische Schmerzen sollten NSAR nicht als Dauertherapie eingesetzt werden. Stattdessen empfehlen Leitlinien einen multimodalen Ansatz mit Bewegung, Physiotherapie und psychologischen Verfahren als Grundlage, ergänzt durch kurzzeitige NSAR-Gabe bei Schmerzexazerbationen.[2]

Praktische Schritte für die sichere NSAR-Anwendung

  • Tabletten möglichst zu einer Mahlzeit einnehmen, um GI-Reize zu reduzieren.
  • Auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten (mindestens 1,5 bis 2 Liter pro Tag).
  • In der Selbstmedikation maximal 3 bis 5 Tage ohne ärztliche Rücksprache.
  • Bei chronischer Einnahme regelmässig Blutdruck, Nierenwerte und Hämoglobin kontrollieren.
  • Bei kardioprotektivem Aspirin: NSAR-Einnahme zeitlich mindestens 2 Stunden danach oder 8 Stunden davor.
  • Packungsbeilage zu Wechselwirkungen lesen und bei Unsicherheit Apotheke oder Hausarzt fragen.

Wann zum Arzt

Eine ärztliche Abklärung ist insbesondere in folgenden Situationen wichtig:

  • Magen-Darm-Blutung: schwarzer (teerartiger) Stuhl, Blut im Stuhl, Bluterbrechen oder kaffeesatzartiges Erbrechen.
  • Kardiovaskuläre Warnzeichen: neu aufgetretene Brustschmerzen, Atemnot, plötzliche Schwäche oder Sprachstörungen einer Körperseite.
  • Nierenfunktion: deutlich reduzierte Urinmenge, Schwellungen der Beine oder rasche Gewichtszunahme durch Wassereinlagerung.
  • Bluthochdruck: neu auftretende oder schlecht einstellbare Hypertonie unter NSAR-Therapie.
  • Allergische Reaktion: Hautausschlag, Schwellung von Lippen oder Zunge, Atembeschwerden nach NSAR-Einnahme.
  • Schwangerschaft: NSAR ab der 20. Schwangerschaftswoche meiden, im dritten Trimester kontraindiziert (Risiko für vorzeitigen Verschluss des Ductus arteriosus).
  • NSAR werden länger als zwei Wochen regelmässig benötigt.[1]

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welches NSAR ist am sichersten?

Kein NSAR ist vollkommen sicher. Naproxen hat das günstigste kardiovaskuläre Profil, während COX-2-Hemmer den Magen besser schonen. Die Wahl hängt vom individuellen Risikoprofil ab.[6]

Darf ich NSAR mit Blutverdünnern kombinieren?

Die Kombination von NSAR mit Antikoagulanzien erhöht das Blutungsrisiko erheblich und sollte nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen. Ein Magenschutz (PPI) ist in diesem Fall zwingend erforderlich.[5]

Darf ich NSAR und Aspirin gleichzeitig einnehmen?

Zwei NSAR gleichzeitig erhöhen das Risiko für Magen-Darm-Blutungen ohne zusätzlichen therapeutischen Nutzen und sollten vermieden werden. Ausnahme ist niedrig dosiertes Aspirin zur Kardioprotektion: hier kann Ibuprofen die antithrombotische Wirkung des Aspirins reduzieren, wenn es kurz davor eingenommen wird. Empfohlen wird ein Abstand von mindestens 2 Stunden nach oder 8 Stunden vor der Aspirin-Dosis.[8]

Sind topische NSAR (Gele) sicherer als Tabletten?

Ja, topische NSAR erreichen hohe lokale Konzentrationen bei minimaler systemischer Aufnahme. Sie sind bei lokalen Schmerzen (Knie, Handgelenk) eine gute Alternative mit deutlich geringerem Risiko für Magen- und Herz-Kreislauf-Nebenwirkungen.[2]

Wie lange darf ich NSAR ohne ärztliche Rücksprache nehmen?

Für die rezeptfreie Selbstmedikation in der Schweiz gilt: bei Schmerzen maximal 3 bis 5 Tage, bei Fieber maximal 3 Tage. Bestehen die Beschwerden länger oder kehren sie zurück, sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen. Bei chronischen Schmerzen ist eine NSAR-Dauertherapie ohne Begleitung nicht sinnvoll.[10]

Wie lange darf ich NSAR insgesamt einnehmen?

Grundsätzlich gilt: so kurz wie möglich. Für akute Schmerzen sind 5 bis 7 Tage meist ausreichend. Bei chronischen Schmerzen sollte die Notwendigkeit regelmässig überprüft werden. Eine Dauereinnahme über Wochen oder Monate erfordert ärztliche Begleitung und Laborkontrollen.[10]

Welche NSAR sind in der Schweiz rezeptfrei erhältlich?

Auf der Apothekenliste (Liste D) sind unter anderem niedrig dosiertes Ibuprofen (200 bis 400 mg), Naproxen (220 bis 250 mg) und Diclofenac in Gelform rezeptfrei erhältlich. Höhere Dosierungen, orales Diclofenac in vielen Stärken sowie alle COX-2-Hemmer sind rezeptpflichtig. Die Apothekerin oder der Apotheker führt vor Abgabe ein Beratungsgespräch und prüft Wechselwirkungen.

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10 Medizinisch Geprüfte Quellen

Quellen

  1. 1 Ghlichloo, I., & Gerriets, V. (2023). Nonsteroidal anti-inflammatory drugs (NSAIDs). StatPearls. National Library of Medicine.
  2. 2 Ribeiro, H., et al. (2022). Non-steroidal anti-inflammatory drugs (NSAIDs), pain and aging: Adjusting prescription to patient features. Pharmacology & Therapeutics, 240, 108294.
  3. 3 Schmidt, M., et al. (2018). Diclofenac use and cardiovascular risks: Series of nationwide cohort studies. BMJ, 362, k3426.
  4. 4 Stiller, C. O., & Hjemdahl, P. (2022). Lessons from 20 years with COX-2 inhibitors: Importance of dose–response relationships and fair play in comparative trials. Journal of Internal Medicine, 292(4), 557–574.
  5. 5 Sohail, R., et al. (2023). Nonsteroidal anti-inflammatory drugs and gastroprotective agents: Side effects and gastroprotection. Cureus, 15(4), e37080.
  6. 6 Al-Saeed, A. (2011). Gastrointestinal and cardiovascular risk of nonsteroidal anti-inflammatory drugs. Oman Medical Journal, 26(6), 385–391.
  7. 7 Wright, J. M. (2002). The double-edged sword of COX-2 selective NSAIDs. CMAJ, 167(10), 1131–1137.
  8. 8 Domper Arnal, M. J., et al. (2022). Gastrointestinal and cardiovascular adverse events associated with NSAIDs. Expert Opinion on Drug Safety, 21(3), 373–384.
  9. 9 Strand, D. S., et al. (2017). 25 years of proton pump inhibitors: A comprehensive review. Gut and Liver, 11(1), 27–37.
  10. 10 Wongrakpanich, S., et al. (2018). A comprehensive review of non-steroidal anti-inflammatory drug use in the elderly. Aging and Disease, 9(1), 143–150.
Dr. med. Jens Westphal

Dr. med. Jens Westphal

Praktischer Arzt (FMH), Schweiz

Dr. med. Jens Westphal ist als Praktischer Arzt (FMH) Teil des medizinischen Expertenteams von Canna Viva, der führenden Schweizer Plattform für medizinisches Cannabis. In seiner Rolle erstellt er medizinisch geprüfte Inhalte für die Website und begleitet Patientinnen und Patienten digital bei der Therapie mit Medizinalcannabis.

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